Bête Noir: Die Kastration beim Rüden

Das Thema ist für mich mittlerweile schon zur Herzensangelegenheit geworden, auch wenn es blöd klingt. Ich beziehe ja gerne Stellung zu Themen und lebe weniger nach „Leben und leben lassen“, doch bei der Rüdenkastration bin ich wirklich unerbittlich. Ich verabscheue zutiefst, dass dieser Eingriff, diese Amputation als einfache Behandlung zwischendurch oder Allzwecktherapie dargestellt wird.

Ich glaube, das einzige, dass ich im (seriösen) Tierschutz nicht leiden kann, ist diese Haltung sinnlos herumzukastrieren und die Sterilisation als Alternative auszuschlagen, weil man irgendwelchen alten Theorien von wieder zusammenwachsenden Samensträngen auferliegt oder sich besser fühlt, wenn die Hoden ab sind. Auch wird geglaubt, Vermittlungen wären dadurch einfacher, weil der Rüde dann automatisch verträglicher sei. Dass dies absoluter Schwachsinn ist, wird verdrängt. Bei der Hündin geistern ähnlich dumme Geschichten im Netz und auf Hundewiesen, doch beim Rüden hängt an der Kastration noch ein längerer und dickerer Rattenschwanz.

Ich möchte gar nicht sachlich auf Vor- und Nachteile dieses Eingriffs eingehen, denn dazu gibt es ein wunderbares (wenn auch nicht ganz neutrales, aber immerhin nicht fanatisches und auch kein „Antikastrations“-) Buch von Dr. Gansloßer und Frau Strodtbeck, das man zu dem Thema durchaus einmal lesen kann.

Ich kann nicht mehr lesen/hören, wenn ein Jungrüde (bei „Spätentwicklern“ können auch 3-jährige Rüden noch sehr jugendlich im Kopf sein) sofort kastriert werden sollte, wenn er irgendwas besteigt, weil er so furchtbar leide. Auch das Festschnuppern an Hündinnenurin muss sofort durch das Abschneiden der Hoden beseitigt werden oder das Imponieren unter Rüden. Sicherlich, es gibt sie, die Hypersexualität, bei der der Hundemann tatsächlich leidet, aber sie ist selten. Und auch wenn viele Menschen es nicht glauben, ihr pubertierender, gerade die Sexualität entdeckender und imponierender Junghund ist nicht hypersexuell, sondern ein ganz normaler Hund, der eben auf dem Weg des Erwachsenwerdens ist. Viele der etwas nervenaufraubenden Verhaltensweisen lassen sich mit Geduld und durchdachtem Training bereinigen bzw. überbrücken. Die Kastration ist aber eine irreversible Verstümmelung. Liegt kein medizinischer oder/und verhaltentherapeutischer Grund vor, ist eine Kastration abzulehnen. Kastriert man einen heranwachsenden Menschen von 15 Jahren, weil er sich vermehrt für junge Frauen interessiert und die ein oder andere Dummheit macht? Weil er umtriebiger und eigenständiger wird?

Herrgott, man hat doch die Leine im wahrsten Sinne des Wortes IN DER HAND. Habe ich einen verliebten Jungspund, dann leine ich ihn einfach nicht ab und schon kann er nicht unkontrolliert seinen Samen verbreiten (davon abgesehen lässt nicht jede Hündin jeden Rüden an sich heran, auch nicht in der Standhitze!).

Rüden werden auch nicht per se „unverträglich“, sie sind eben nur keine Kinder mehr, die andere Kinder als potentielle Spielpartner wahrnehmen, sondern sich aussuchen, mit wem sie Kontakt aufnehmen möchten. Natürlich wird es dann unbequem auf den Hundewiesen, wenn der eigene Hund nicht mehr „Spieli-Spieli“ machen will, sondern auch durchaus einmal auf den Tisch haut. Solange dies nicht zu laut oder gewaltsam ist, ist dagegen nicht einmal etwas einzuwenden. Zwei Rüden, die sich gegenseitig zu imponieren versuchen, kann man als Halter beibringen, dass sich ein souveräner Hund nicht schlagen muss.

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(Intakter Junghund tobt mit inaktem, erwachsenen Rüden. Zusammenführung und Charaktere, sowie Sozialisation und Training können dies positiv beeinflussen)

Hunde in diesem Alter werden oft und gerne weggegeben, weil sie nun „Probleme“ machen. Viel zu viele Hundetrainer und von der Weisheit geküsste Laien raten zur Kastration. Magisch verschwinden die Probleme… oder eben auch nicht. Ist die Aggression des jungen Helden nämlich nicht sexuell motiviert, kann die Kastration im schlimmsten Fall die Aggression gegen Hunde begünstigen. Das „böse Sexualhormon“ Testosteron hat nicht nur eine Aufgabe, es ist in ständiger Wechselwirkung mit anderen Botenstoffen. Ist der Hund angstaggressiv, kann der Wegfall bzw. Reduktion von Testosteron den Hund unsicherer machen. Selbst wenn sich die Kastration nicht negativ auswirken sollte, ersetzt sie das benötigte Training nicht. Das Verstümmeln des Tieres war „nur“ völlig umsonst.

Ich kann gar nicht zu oft betonen, dass der Wunsch nach schnellen Lösungen in Hundehalterkreisen mitunter schuld ist, dass es schon fast unnormal ist, einen unkastrierten Rüden zu halten.
Es geht teilweise sogar soweit, dass man als verantwortungsloser Idiot abgestempelt wird, weil man damit Tierleid begünstige: man würde Tiere sich unkontrolliert vermehren lassen. Die Alternative Sterilisation wird totgeschwiegen, mystifiziert oder aber schlechtgeredet (von „erhöhtem Hodenkrebsrisiko“ ist da die Rede; die Wahrheit, dass das Risiko genauso hoch ist, wie bei einem nicht sterilisierten Rüden, will nicht gehört werden. Warum sollten sich dann Männer einer Vasektomie unterziehen?), statt als adäquate Lösung betrachtet zu werden.
Meine persönliche Vermutung ist, dass die Sterilisation zwar das unkontrollierte Vermehren bekämpfen kann, aber nicht die bequemen Begleiterscheinungen mitbringt wie die Kastration. Man muss sich nicht mehr mit dem Sexualverhalten der Hunde auseinandersetzen.

Natürlich werfe ich nicht alle Halter von kastrierten Hunden in einen Topf (ich habe selbst einen kastrierten Rüden – allerdings so aus dem Tierschutz übernommen). Es gibt Hunde da ist sie nötig und es gibt viele Hunde im Tierschutz, die unkastriert nicht weitergegeben werden.

Ganz besonders wichtig sind mir die Punkte Stress und Schilddrüsenunterfunktion. Gerade bei Wattebauschwerfern ist Stress ein Grund auszuflippen. Vom Hund soll er ja ferngehalten werden. Bei gewissen Problemen bzw. in noch unlösbaren Situationen für den Hund sollte das so gehandthabt werden. Auch unnötiger Stress darf kleingehalten werden. Doch einen Hund zu kastrieren, weil er dann weniger Stress hat, ist unverantwortlich und kurzfristig gedacht. Vielleicht ersetzt man die eine Baustelle dann gegen eine andere, die am Ende noch schwerwiegender ist.
Kastrationen können als Nebenwirkung bei Hunden zur Schilddrüsenunterfunktion führen – die auch aus verhaltenstherapeutischer Sicht bei Auffälligkeiten immer wieder als Ursache diagnostiziert werden kann.

Ja, ich gebe zu: Die Kastration ist mir ein Dorn im Auge, weil sie oft unnötig ist. Auch weil mir die Bequemlichkeit mancher Zeitgenossen auf den Geist geht. Ich selbst habe schon mehrmals erlebt, wie anstrengend junge Rüden sein können – ich lebe immer noch und nehme sie dennoch auf. Und muss manchmal lachen und weinen zugleich, wenn sich der potente „Dominanzbolzen“ als normaler Jungrüde herausgestellt hat, der auch ohne Kastration lernwillig war und sein Verhalten ändern konnte.

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(Rüden-Freundschaften zwischen potenten Tieren)

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Öl ins Feuer

Es gibt viele vorbildliche (Listen)Hundehalter, aber manch wenige Individuen scheinen wohl gerne die Vorurteile nähren zu wollen.

Von zwei Rottweiler-Haltern unabhängig voneinander durfte ich mir anhören:

„Schau mal, XY (Name des Hundes)! Da ist dein Frühstück!“ (Meine Hunde haben nichts getan, sondern waren einfach nur da!)

und

„…Dann mach ich meinen los und er macht Hackfleisch aus ihm!“ (Akuma und der Fremdhund haben sich angegiftet)

Hinzu kommt ein Dobermann-Halter (in Bayern kein Listenhund, ist dennoch eine klischeebehaftete Rasse…), der meinte:
„Wenn ich meinen abmache, dann hattest du einen Hund!“

So einen dummen Spruch habe ich von Labrador-Haltern noch nie gehört, auch ernte ich solche intelligenz-durchtänkten Sätze nicht, wenn ich einen großen Hund dabei habe.
Es ist mir unbegreiflich, wie man als Halter solcher Hunde so dumm sein kann.

Es ist nicht nur unverschämt und schlichtweg dumm, es ist schädlich. Kein Wunder, dass viele Bundesländr an ihren Listen festhalten, wenn nur genug Idioten herumlaufen und alles bestätigen, was an Vorurteilen in den Köpfen der Menschen herumschwirrt.
Am meisten tun mir die Hunde leid. Hätten sie nur klügere Herrchen.

Der konditionierte Geschirrgriff: Richtigstellung

Wie man ihn aufbaut, folgt vielleicht demnächst, aber da es so oft in Diskussionen vorkommt, dass der Geschirrgriff eben nicht so ganz verstanden wird, tippe ich es hier nieder, um es ggf. einfach zu verlinken.

Behauptung: Der Geschirrgriff sei aversiv
Streng genommen: ja. Man fügt einem Hund eine Bewegungseinschränkung zu, die zumeist als unangenehm empfunden wird.
Der Kniff an der Sache ist, dass man es so aufbaut, dass der Hund diese Einschränkung zulässt. Im Grunde genommen ist es also nicht anderes, als den Hund an eine Bürste oder ein Bad zu gewöhnen, oder sonst etwas, das er nicht mag.
Da der Geschirrgriff sowohl über negative Verstärkung als auch positive Verstärkung aufgebaut wird, ist er so stark und unterscheidet sich dadurch von einem  „normalen“ Abbruchsignal. Auch lässt sich so ein Hund anfassen, der dies in bestimmten Situationen nicht so einfach zulässt (z.B. wenn er zur rückgerichteten Aggression neigt). Der Geschirrgriff ist keine Therapie, er soll nicht zur Verhaltensänderung führen, sondern ist ein Werkzeug, um den Hund ansprechbar zu machen bzw. ein sehr zuverlässiger Verhaltensunterbrecher, also in den meisten Fällen ein „Notfall-Tool“, d.h. wenn das Management versagt und ich einen tobenden Hund irgendwie bändigen muss. Kombinierbar mit Umorientierungssignalen, U-Turn, Zeigen & Benennen oder, oder, oder.

Anders als der Name nämlich vermuten lässt, ist es kein bloßer Griff ins Geschirr, das wäre tatsächlich ein deutlicher Aversivreiz. Der Geschirrgriff kann am Halsband oder am nackten Hundekörper auftrainiert werden, auch soll er später auf Distanz und ohne Berührung funktionieren.

Je empfindlicher der Hund bei der Bewegungseinschränkung ist, desto kleinschrittiger muss man ihm die Sache als etwas Tolles verkaufen. Unangenehm kann durchaus der angewandte Zug wirken, ansonsten gäbe es keine negative Verstärkung. Irgendwas muss ja negativ verstärkt werden.
Deshalb kann man zur Abdämpfung auch eine konditionierte Entspannung dazwischen schalten, um den Hund zu unterstützen.

Es ist daher ratsam, sich Gedanken zu machen, ob man den Geschirrgriff überhaupt braucht, auch sollte man ihn sich unbedingt vorführen lassen – denn schon beim „Zeigen & Benennen“ fallen mittlerweile gravierende Aufbaufehler bei Laien/Autodidakten auf. Der Geschirrgriff ist durch Bewegungseinschränkung und Zug noch ein bisschen heikler.

Eine kleine Randnotiz am Schluss:
Der Geschirrgriff zeigt übrigens eindringlich, warum positive Strafe und positive Verstärkung nicht in der Kombination benutzt werden sollten. Die positive Verstärkung führt gut und gerne zur Abmilderung der positiven Strafe oder aber zur Abstumpfung gegenüber des Aversivreizes.
Wer also glaubt, er wäre besonders fair und klar, wenn er einerseits positiv straft und andererseits (eher dilettantisch) positiv verstärkt, der ist auf dem Holzweg.

Qualitätsiegel: 1000 Jahre Hunderfahrung?

Wirklich in jeder Diskussion über Hundeerziehung kommt irgendwann mindestens ein Mensch, der sich brüstet, schon 30 Jahren Hundeerfahrung zu haben. Manche toppen das mit 40 Jahren, aber da ist dann meist Schluss, denn einem 70-jähirgen Greis traut man dann doch nicht mehr zu, allzu fit mit Hunden unterwegs zu sein.

Eine ganz einfache Überlegung meinerseits brachte mich zu folgender Erkenntnis:
Nehmen wir einen normalen Hund, der wird im Schnitt 10 Jahre. Gleichen wir jüngeres Dahinscheiden aus und schenken diesen 30-Jahre-Erfahrungsmensch noch einen extra Hund, alleine weil er vielleicht nicht alle von Welpenbeinen an hatte. Oder mal einen kleineren Hund, der 15 Jahre alt wird. Bei 30 Jahren Hunderfahrung machen das ca. 4 eigene Hunde.
Nun hat der Experte vielleicht zwei bis drei Hunde gleichzeitig, also seien wir gnädig und geben ihm 12 Hunde. 3 Pflegehunde setze ich obendrauf.
Mach summa summarum 15 Hunde, die dieser Mensch höchstens betreut hat. Gassibekannschaften zählen nicht. Jeder Hundetrainer oder Mitarbeiter im Tierheim übertrifft diese Erfahrung jährlich, wenn wir herunterrechnen, dass Trainer und Pfleger die Hunde nicht 24 Stunden um sich haben. Dafür begegnen den meisten Hundetrainern die Probleme und Verhaltensauffälligen von vielen Hunden verschiedenster Rasse geballt.

Wie gehaltvoll ist also der Erfahrungschatz dieser Menschen?
Wie sinnig ist diese Argumentation?

Sie dient zumeist als bloße Schutzbehauptung oder aber Angeberei. Ein Mensch kann noch dazu 30 Jahre lang etwas komplett falsch machen, ist zwar per definitionem erfahren, aber vielleicht sind es nicht die richtigen Erfahrungen?

Videos zu belohnungsbasiertem Training

Weil auf Facebook die Fage nach Videos zu Methoden ohne Strafe bzw. zum belohnungsbasierten Training aufkam – und das so oder so in jeder zweiten Diskussion als Kontraargument genutzt wird („Macht doch mal ein Video!“). Gleich vorweg: wie man einzelne Techniken/Werkzeuge aufbaut, dzu finden sich sehr viele Videos. Aber diese typischen „Vorher/Nachher-Filmbeweise“ gibt es kaum.

Die Wattebausch-Tanten und -Onkel gestalten die Situationen für Hunde so, dass sie sie bewältigen können, ergo, sie vermeiden Situationen, in denen der Hund unter Garantie versagen wird.
Dies bedeutet – selbst wenn ich filmen würde, sähe man zu 95 Prozent einen Hund, der einigermaßen entspannt ist, da der Auslöser in „weiter Ferne“ ist – besser gesagt, der Hund sich in seiner Wohlfühlzone befindet (die kann auch nur drei Meter betragen). Auch wird an der Leine gesichert, Maulkorb ist keine Schande.

Es entsteht gerne der Eindruck, dass Hunde, die Protagonisten solcher Videos wären, nicht so schlimm seien, nicht „hart“ genug, nicht „triebig“, nicht „gefährlich“. Das Geheimnis ist aber nur, den Hund eben nicht an seine Grenzen zu bringen oder gar darüber – weil es eben auch unschöne Folgen haben kann.

Dabei ist vorausschauendes Handeln und Management nötig. Mitunter sind die Konsequenzen für den Menschen – gerade dann, wenn noch keine Werkzeuge auftrainiert wurden – unangenehm. Je nach Hund bedeutet dies, ganze Wege zurücklaufen zu müssen, Wiesen zu verlassen, den Hund nicht überall mitnehmen zu können, Spaziergänge mit Bekanntschaften auszuschlagen oder abzubrechen, wenn der eigene Hund nicht mehr kann. Oder auch nächtliche Spaziergänge, weil die Umwelteize da geringer sind oder aber Fleißaufgaben, wie den Hund ruhig wegführen und dann belohnen und das solange, bis er’s verstanden hat, sofern er dies schaffen kann.

Es ist tatsächlich die größte Schwäche des belohnungsbasierten Trainings, wenn man auf gängige Strafreize wie körpersprachliches Bedrohen oder Anrempeln verzichtet. Es ist (zunächst) verdammt anstrengend und unbequem. Es erfordert eine höhere Denkleistung und mehr Geduld als eine Handlung „sauber“ durch Einschüchterung zu unterbrechen.

Nun ist meine persönliche Werkzeugkiste gut gefüllt und meine Belohnungslisten sind lange, individuell und ich ziehe ausgerüstet los und dennoch gibt es Dinge, die meine Spaziergänge torpedieren:

  • Meine Hunde und/oder ich haben schlichtweg keine Lust
  • Meinen Hunden und/oder ich geht es schlecht, haben Schmerzen, o.ä.
  • Umweltreize sind zu groß
  • Umweltbedingungen sind ungünstig
  • Stress

Usw.

Ich könnte in diesen Situationen sicherlich zur Maßregelung greifen, damit es kurzzeitig/für diesen Ausflug vielleicht klappt, aber ich riskiere, dass meine gesamte Beziehung darunter leidet. Natürlich ist dies kein Muss. Die Möglichkeit alleine reicht mir aber heutzutage aus, eben nicht so zu agieren und schlimmstenfalls ins bloße Management zurückzufallen. Da bin ich eben nicht der Hundeflüsterer, dessen Hunde „funktionieren“.
Erst gestern hat mich Yoma „blamiert“. Er war aufgedreht, ich war durch Gespräche abgelenkt, er hatte Frühlingsgefühle (= viele läufige Hündinnen, deren Duftmarken es zu erkunden galt). Ich wollte schlichtweg meine Unterhaltungen nicht jedes Mal für’s bedürfnisorientiere Belohnen „Zickzack-Laufen“ und „Zurück zur Schnüffelstelle“ unterbrechen; Yomas Aufmerksamkeit war sowieso gegen Null. Da habe ich ihn zwischenzeitlich ganz faul an die Flexileine genommen, dabei durfte er auch schnuppern, nur eben nicht mehr 50 Meter weit abdüsen.
Gegen Ende wurde er wieder abgeleint und nach einer Hundebegegnung war seine Aufmerksamkeit wesentlich besser. Dabei hat das sicherlich keine Auswirkungen auf den künftigen „Gehorsam“. Es war in diesem Moment situatives Management. Oder aber auch, das gebe ich offen zu:

Ich habe es mir einfach gemacht.