Hundeküche

Meine persönlichen Menüs für die Shibamänner – ich koche aber nicht nur, ich gebe auch roh, Tischreste und Fertigfutter. Ich bin also eine „Allesfütterin“, weswegen ich beim Kochen auf Zusätze wie Eierschalen- oder Knochenmehl verzichte.

Da ich der Auffassung bin, dass gerade japanische Hunde auch eine kohlenhydratreiche Kost brauchen, ist das bei mir durchaus vertreten, ich wechsle da auch „wild“ ab. Japaner ernährten ihre Hunde traditionell mt Reis, Gemüse und Fisch(resten), und dies seit Jahrtausenden – bei japanischen Züchtern ist das auch heute noch der Fall. Diesem Gedanken muss niemand folgen, allerdings gefällt es meinen Hunden sehr gut.

Das hier soll nur ein kurzer Abriss in das Thema „Kochen für Hunde“ sein, ich füttere eben nach inviduellem Bedarf und den gibt es nicht bei Formeln und Zahlentabellen.
Ich bin kein Freund des Konzeptes BARF und dessen Auswüchse, dennoch gebe ich auch gerne mal rohes Futter, auch Knochen dürfen meine Hunde fressen. Doch eine grundsätzliche Ernährung nach BARF-Gurus oder gar radikaleren Konzepten kommt für mich nicht in Frage.

Es herrschen viele Vorurteile zum Thema Kochen für Hunde, eines der beliebtesten Gegenargumente: Kochen töte  Mineralien ab!
Da Mineralstoffe keine Lebewesen sind, kann man sie auch nicht töten.
Erhitzen zerstört sie auch nicht – nur sehr langes Kochen in sehr viel Wasser „holen sie heraus“ und gehen verloren, wenn das Kochwasser abgeschüttet wird.
Deshalb: Immer mitverwenden, nicht wegschütten! Ich lasse alles in einem Topf und füge die Zutaten je nach Gardauer hinzu; da ich auch gerne Menschen bekoche, habe ich dafür ein gutes Gefühl. Meine Hunde mögen keine suppigen Menüs, weshalb ich alles zu einem „Brei“ verarbeite (selbst meine Suppen sind eher cremig, statt wässrig – andere Hunde mögen gerne wässrig, muss man versuchen!).

Stücke sollten aber auch vorhanden sein, der Körper will etwas zum Verdauen! Auch etwas Salz muss in Hundenahrung vorkommen, deshalb keine falsche Scheu vor etwas Salz!

Ein weiterer Streitpunkt sind die Vitamine und wie Kochen diese vernichte. Dieses schlimme Szenario stimmt so nicht, teilweise tut Hitze Vitaminen sogar gut! Wir dürfen nicht vergessen, dass Kochen dem Menschen einen evolutionären Vorteil verschaffte. Warum soll es dann bei Hunden nicht ähnlich sein, die uns seit Jahrtausenden begleiten? Mir geht es nicht darum, andere Ernährungsweisen schlecht zu reden, denn mein „Allesfütter-Konzept“ sollte durchaus beweisen, dass ich in jede Richtung offen bin. Ich glaube schlichtweg nicht daran, wenn eine Form der Ernährung verspricht, DIE artgerechte Lösung zu sein, und diese einzig und allein zur Gesunderhaltung des Hundes führe.

Gesunde Ernährung heißt für mich – hochwertig, abwechslungsreich und eben nach dem individuellen Bedarf des Hundes. Es darf auch etwas Fertiges sein, wenn der jeweilige Konsument damit am besten zurecht kommt. Ich habe aber „Hausschweine“, die jeden Tag anders gefüttert werden können.

Zum Abschluss lasse ich Bilder sprechen und den Hinweis, dass meine Hunde Gekochtes favorisieren. 😉

lasage (3 von 3)
Lasagne: Fleischsauce mit Hack und Leberstücken und passierten Tomaten, Zucchini, Erbsen. Geschichtet mit Nudelplatten und als Abschluss etwas Saure Sahne/Crème fraîche und Käse nach Wahl (Parmesan eignet sich besonders gut)

spaghetti
Spaghetti Bolognese: Hackfleisch in Wasser mit etwas Tomatenmark gekocht, Spaghetti, Zucchini und gehackte Petersilie

hundemapf (1 von 1)
Halbroh: Cremiger Waldbeeren-Reis mit Karotten und laktosefreiem Frischkäse, gehackte Kräuter. Dazu rohes Rinderhack und ein im Kochwasser gekochtes 6-Minuten-Ei

fischessen (2 von 2)
Winterliches Kürbissüppchen mit Pute, Karotten, Kartoffeln, Äpfeln, etwas geriebener Ingwer und einem Schuss ungesüßte Kokosmilch

fischessen (1 von 2)
Vegetarisch: Reis mit Schafsjoghurt, Petersilienwurzel, Zucchini und Äpfeln

fischeintopf (1 von 1)
Fischeintopf (Seelachs) mit Hafer, Petersilienwurzel, Zucchini

Kleine Anmerkung:
Öle gebe ich immer ins lauwarme oder kalte Essen. Lachsöl gebe ich beim Kochen nie, sondern hochwertige Pflanzenöle:
Leinöl, Hanföl, Kokosöl, Walnussöl, manchmal auch Olivenöl, usw.
Tierisches Fett kann man prima mit Schmalz (Gans, Pferd…) ergänzen.

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